Ricoh erhöht Preise für Drucker und Druckerpatronen

Zum dritten Januar 2012 reihte sich Ricoh in die Gruppe der Hersteller ein, die die Preise für Drucker, Druckerzubehör und Druckerpatronen erhöht haben. Zu denen gehörten auch die direkten Konkurrenten Lexmark und Hewlett Packard. Damit scheint sich die Geschichte des Preisreigens im Jahr 2008 zu wiederholen, wo fast durchweg alle Hersteller von Tintenstrahldruckern und OEM-Druckerpatronen innerhalb von sechs Monaten Preiserhöhungen durchgeführt hatten. Ricoh selbst scheint aber andere Gründe als die Konkurrenten für seine Steigerungen zu haben. Die Unternehmensleitung gab der Presse gegenüber vor allem den im Forex Handel extrem starken Yen an.

 

Preissteigerung teilweise bis zu 5 Prozent

Von den Preiserhöhungen betroffen sind die DIN A3 Drucker von Ricoh. Hier sollten sich die Kunden auf rund fünf Prozent höhere Investitionskosten einstellen. An den Preisen der DIN A4 Laserprinter und GelPrinter soll nichts verändert werden. Ursache dieser Entscheidung ist, dass es in diesem Segment einen besonders starken Wettbewerb gibt.

Die Preise für Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien sollen mit einem Durchschnitt von rund drei Prozent angehoben werden. Ausnahmen wird es dabei nicht geben, betonte ein Ricoh-Sprecher.  Damit liegt Ricoh weit unter den Erhöhungen der Konkurrenz, die für ältere Kartuschen teilweise bis zu 27 Prozent betragen. Trotz der Preiserhöhungen kann sich der Ricoh-Kunde auch weiterhin auf günstige Druckkosten verlassen.
 

Als Begründung wird vor allem den starken Yen angeführt

Wie erwähnt, gibt Ricoh als Begründung vor allem den starken Yen an. Den daraus erwachsenden Druck auf die eigene Wirtschaft hat auch die japanische Regierung schon erkannt und erste Maßnahmen eingeleitet. Fast 400 Milliarden Dollar sollen nun für eine Normalisierung des Devisenkurses aus dem Staatshaushalt aufgewendet werden. Laut Aussagen des Wall Street Jounals ist das vom Volumen her die zweitgrößte Maßnahme dieser Art in der Geschichte der Börse.
 

Ein ziemlich schlechtes Jahr für Ricoh

Doch nicht nur das dürfte Ricoh zur Anhebung der Preise gebracht haben. 2011 war insgesamt ein ziemlich schlechtes Jahr für Ricoh, so dass hier auch der Wille zum Steigern der Umsätze und der Gewinne eine wichtige Rolle spielen dürfte. Immerhin waren im ersten Quartal des Geschäftsjahres Nettoverluste in Höhe von 10.8 Milliarden Yen zu verzeichnen. Für das gesamte erste Halbjahr wird er auf 7,3 Milliarden Yen beziffert. Das war eine der Ursachen dafür, dass sich Ricoh von rund 10.000 seiner Mitarbeiter trennen will. Im Herbst 2011 fanden auch schon die ersten Massenentlassungen an den Standorten in den Vereinigten Staaten statt.
 

Tolle Nachricht für Hersteller kompatibler Tinten und Toner

Für die Recycler und die Hersteller von kompatibler Tintenpatronen sind solche Nachrichten wie die Preiserhöhungen bei Ricoh, HP und Lexmark gute News, denn sie bewirken, dass sich immer mehr Kunden aus Kostenzwängen für Refill- oder kompatible Patronen entscheiden.

 

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