Profitsorgen bei Lexmark und HP

Sowohl HP als auch Lexmark haben Erhöhungen der Preise für Januar 2012 angekündigt. Eine Ursache scheint starke Probleme beim Umsatz und damit auch beim Gewinn zu sein. Ende November 2011 veröffentlichte HP einen Bericht, aus dem hervor geht, dass man im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 einen Umsatzeinbruch von mindestens zehn Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr verzeichnen musste.

 

HP´s Umsatz hat sich um rund 6,3 Milliarden Dollar verringert

HP PreiserhöhungIn Zahlen ausgedrückt heißt das, dass sich der Umsatz um rund 6,3 Milliarden Dollar verringert hat. Im vorangegangenen Geschäftsjahr belief sich der Gesamtumsatz auf fast 25,8 Milliarden Dollar. Das wirkt sich natürlich auch auf die Gewinne aus. HP verzeichnet einen Gewinn von 12,8 Prozent vom Umsatz für das aktuelle Geschäftsjahr. Damit können 2011 an die Teilhaber der HP Company rund 0,4 Milliarden Dollar weniger als im Jahr 2010 ausgeschüttet werden.

 

Sinkender Absatz von HP Druckerzubehör

Eine Ursache liegt im sinkenden Absatz für Verbrauchsmaterial, das bisher den Schwerpunkt bei der Gewinnerzielung ausmachte. Hier musste die Hewlett Packard Company im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2011 einen Rückgang von rund 14 Prozent hinnehmen. Das hat dazu geführt, dass sich große Lagerbestände angestaut haben. Die neue HP Leiterin Meg Whiteman schätzt ein, dass diese sich auch auf die Gewinne des ersten und zweiten Quartals des neuen Geschäftsjahrs dämpfend auswirken werden.

 

Minus bei Lexmark´s Verbrauchsmaterial von 35 Prozent

preiserhöhung lexmarkLexmark dagegen musste zwar Gewinnverluste hinnehmen, konnte aber beim Verkauf von Hardware einen Zuwachs von zwei Prozent verzeichnen. Insgesamt konnte ein Umsatzplus von einem Prozent verzeichnet werden. Der Gewinnverlust im Vergleich zum Vorjahr machte ein Prozent aus, so dass er für das aktuelle Geschäftsjahr mit etwa 10,4 Prozent angegeben wird. Beim Druckerzubehör dagegen schlägt ein Minus von 35 Prozent zu Buche, was wohl nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass Lexmark seine günstigen Hardwarepreise über hohe Preise für Tinte und Toner refinanziert.

 

Günstige Marktchancen sieht man bei Lexmark bei der neuen Generation der netzwerkfähigen Drucker. Hier konnte man im dritten Quartal 2011 einen Absatzzuwachs von zwölf Prozent verzeichnen. In diesem Segment sieht der Lexmark Chef Paul Rooke für das nächste Geschäftsjahr das größte Wachstumspotential. Sicherlich auch, weil bei neuen Druckern erst mal nur Original Druckerpatronen verwendet werden können.

 

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