Geht Kodak in die Insolvenz?

Kodak pleite und nun Insolvenz?Die im amerikanischen Rochester ansässige Eastman Kodak Incorporated gehört im Bereich der Fotografie zu den Traditionsunternehmen. Sie wurde im Jahr 1872 gegründet uns wuchs sehr schnell an. Laut Geschäftsbericht verzeichnete das in S&P 500 Aktienindex gelistete Unternehmen knapp 19.000 Mitarbeiter, mit denen ein Jahresumsatz von mehr als 7.100 Milliarden Dollar erwirtschaftet werden konnte.

 

Droht Kodak die Insolvenz?

Nun tauchten in der Presse die ersten glaubhaften Hinweise auf, dass Kodak die Insolvenz droht. Aktuell ist ein Antrag auf Schutz nach der elften Kapitel des US-Insolvenzrechts im Gespräch. Das würde bedeuten, dass die Gläubiger vorübergehend keine Vollstreckungen durchführen dürfen. Damit die Geschäftstätigkeit während dieses Verfahrens nicht eingestellt werden muss, laufen derzeit Verhandlungen mit mehreren Banken. Deren Ziel ist die Bereitstellungen von Finanzierungen im Umfang von etwa einer Milliarde Dollar.

 

Bis zu drei Millliarden Dollar für Kodak´s Patente?

Noch gibt es für Kodak eine Möglichkeit, knapp an der Insolvenz vorbei zu rutschen. Wie der aussehen könnte, brachte das „Wall Street Journal“ zutage. Eastman Kodak ist im Besitz von etwa 1.100 Patenten, die sich schwerpunktmäßig auf die digitale Erstellung und Bearbeitung von Fotos beziehen. Schon seit einem halben Jahr werden dafür Käufer gesucht. Würde der Verkauf kurzfristig noch gelingen, wären Erlöse von bis zu drei Milliarden Dollar drin, die Kodak aus der finanziellen Schieflage herausholen könnten.

 

Ein Minus von über 200 Millionen Dollar im dritten Quartal 2011

Wie heftig diese schon ist, beweist der Bericht für das dritte Quartal 2011. Hier wurde ein Minus von weit über 200 Millionen Dollar ausgewiesen. Diese Hiobsbotschaft hatte dafür gesorgt, dass die Aktien auf ein Rekordtief von 47 US-Cent pro Stück fielen. Das heißt, dass die Kodak-Papiere in die so genannten Penny-Stocks abgerutscht ist. Die New Yorker Börse hat dem Unternehmen nun sechs Monate Zeit gegeben, sich wieder auf einen Wert von über einem Dollar zu berappeln. Ansonsten werden sie aus dem Börsenhandel genommen.

 

Die digitale Fotografie wurde vernachlässigt

Kodak galt bei der Fotografie lange mit als Branchenprimus. Dass es zu diesem Wandel gekommen ist, hängt mit der schnellen Verbreitung und Entwicklung der digitalen Fotografie zusammen. Hier mischte Kodak zwar zu Anfang gut mit, konnte aber dann mit der Konkurrenz nicht mehr mithalten. Der Rettungsplan in Form eines Umbaus zum Spezialisten für den Fotodruck ging und geht offenbar nicht so schnell, wie das CEO Antonio Perez sich eigentlich vorgestellt hatte.

 

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