Druckermarkt im III. Quartal 2011 gewachsen

Drucker markt im III. Quartal 2011 gewachsenNoch sind die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 nicht ganz überwunden. Durch die Unsicherheiten bei den Staatshaushalten von den USA bis hin zu Griechenland ist die Wirtschaft schon wieder neu belastet. Und dennoch werden auf dem Markt der Drucker für den Computer steigende Absatzzahlen verzeichnet. Aktuelle Zahlen vom IDC Marktforschungsinstitut belegen, dass es allein im dritten Quartal 2011 einen Zuwachs von rund 1,6 Prozent gegeben hat. Mit dem höheren Absatz von Druckern, steigt natürlich auch der Absatz an Druckerzubehör, Druckerpatronen und Toner.

 

Multifunktionsgeräte sind am beliebtesten

Den größten Anteil am Umsatz nehmen dabei die multifunktionalen Drucker ein. Sie machen immerhin rund 66 Prozent aus, weil allein davon 20,8 Millionen Stück weltweit verkauft werden konnten. Bei den Multifunktionsgeräten mit Farblaser-Technik wurde eine Umsatzsteigerung von 24,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr verzeichnet. Gegenüber dem zweiten Quartal 2011 entspricht das einem Plus von 8,9 Prozent.

Damit sind nach Ansicht der Experten die Folgen des Erdbebens im Frühjahr 2011 endgültig überwunden. Auf Grund der aktuell unsicheren Wirtschaftslage wird aber davon ausgegangen, dass die Umsatzahlen für Drucker im vierten Quartal 2011 stagniert haben dürften.

 

s/w Laserdrucker stellen 29 % des gesamten Drucker-Umsatzes

Zu den größten Posten beim Druckerverkauf zählen die s/w Laserducker. Sie wurden im dritten Quartal 2011 rund 8,6 Millionen Mal ausgeliefert und stellen damit 29 Prozent des gesamten Umsatzes. Reine Drucker mit Farblaser-Technik gingen im gleichen Zeitraum 1,8 Millionen Mal über den Tisch, was einem Marktanteil von sechs Prozent entspricht.
 

HP ist der umsatzstärkste Hersteller

Bei der Rangliste der umsatzstärksten Hersteller landete im dritten Quartal 2011 HP auf der Spitzenposition. Mit etwa 13,5 Millionen verkauften Geräte konnte sich Hewlett Packard einen globalen Marktanteil von knapp 43 Prozent sichern. Die größte Steigerung mit rund 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr konnte HP in Nordamerika sichern. Als zweitgrößter Absatzmarkt schlägt bei HP Technik der Wirtschaftsraum Westeuropa, Afrika sowie der Mittlere Osten zu Buche.

Canon platziert sich auf dem zweiten Platz der Rangliste mit einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von 5,2 Prozent. Den dritten Ranglistenplatz sicherte sich Epson, obwohl hier gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzminus von 9,4 Prozent verbucht werden musste. Mit einem globalen Marktanteil von 5,7 Prozent landete Samsung auf Platz 4. Samsung konnte im dritten Quartal 2011 immerhin die stolze Zahl von 1,8 Millionen Printern absetzen. Brother belegt mit 1,7 Millionen verkauften Druckern nur den fünften Platz, darf sich aber über eine Umsatzsteigerung von 7,5 im Vergleichszeitraum 2011 zu 2010 freuen. Einzig in den Vereinigten Staaten konnte Brother dieses Umsatzplus nicht erreichen.
 

Regionale Unterschiede

Die regionalen Unterschiede sind auch an anderer Stelle auffällig. Auf dem westeuropäischen Markt konnte insgesamt nur ein Plus von 0,2 Prozent erreicht werden, was zusätzlichen 6,4 Millionen mehr verkauften Druckern entspricht. Bei reinen Druckern waren die Absatzzahlen um 8,7 Prozent bzw. 1,52 Millionen Stück rückläufig. Punkten konnten die Multifunktionsgeräte, bei denen in Westeuropa im Betrachtungszeitraum 4,8 Millionen Stück mehr verkauft werden konnten. Das entspricht einer Steigerung um 3,4 Prozent.

 

Unsicherheit beeinträchtigt die Investitionsbereitschaft

IDC Studie Drucker MarktArnaud Gagneux, seines Zeichens Boss des IDC Forschungsinstituts, führt die in Westeuropa erreichten Zahlen auf die schwierige Lage der Volkswirtschaften zurück. Die daraus resultierende Unsicherheit beeinträchtigt die Investitionsbereitschaft von privaten und gewerblichen Kunden. Dadurch werden auch weniger Computer verkauft. Und wenn weniger PCs über den Tisch gehen, zieht das automatisch auch eine Verringerung der Nachfrage nach Druckern nach sich. Das dennoch insgesamt „robuste“ Wachstum der Branche führt er auf die steigende Nachfrage für Multifunktionsgeräte zurück. Sein Kollege Phils Sargeant dagegen führt auch ins Feld, dass die Verbesserung der Technologie und der Druckkosten bei den Tintenstrahlern dafür mit verantwortlich ist.
 

Deutscher Markt steigert den Umsatz um 2,6 %

Der Blick auf Deutschland zeigt, dass der Absatz von Drucker vom dritten Quartal 2010 im Vergleich zum dritten Quartal 2011 um 2,6 Prozent auf insgesamt 1,7 Millionen verkaufte Drucker gestiegen ist. Die Tintenstrahldrucker brachten mit 900.000 verkauften Stück einen anteiligen Zuwachs von rund einem Prozent. Deutlich stärker waren mit 14,4 Prozent die Steigerungen bei den Laserprintern. Hier konnten 200.000 Stück im Betrachtungszeitraum abgesetzt werden. Damit erweist sich Deutschland als der größte Druckermarkt in Europa.

Auf Platz 2 positioniert sich Großbritannien mit 1,26 Millionen abgesetzten Druckern. Das entspricht einer Erhöhung um 12,6 Prozent. Auf dem dritten Platz landet Frankreich mit 1,1 Millionen abgesetzten Printern. Das bedeutet beim Gesamtergebnis einen Rückgang von 0,8 Prozent. Hochwertige Drucker wie die Laser-Multifunktionsgeräte verbuchten mit 100.000 abgesetzten Exemplaren ein Plus von 7,4 Prozent.

 

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